Ob ihm die neue Tätigkeit zumutbar ist, hat der Arbeitnehmer selbst zu entscheiden.

"Dabei ist eine anderweitige Beschäftigung dem Arbeitgeber nur zumutbar, wenn der Arbeitnehmer die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für die neue Tätigkeit aufweist oder sie zumindest in angemessener Zeit durch Umschulung oder Fortbildung erwerben kann." [...] "Ob ihm die neue Tätigkeit zumutbar ist, hat der Arbeitnehmer selbst zu entscheiden." [...]

(Quelle https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/tvoed-office-professional/kuendigung-662-grundsatz-der-verhaeltnismaessigkeit_idesk_PI13994_HI1095677.html)

 

 

vorläufige Weiterbeschäftigung [innerhald der Kündigungsfrist]

"Lehnt der Arbeitnehmer eine vorläufige Weiterbeschäftigung ab, läuft er Gefahr, dass seine Ablehnung als böswilliges Unterlassen i. S.v. § 615 Satz 2 BGB gewertet wird und er seine Annahmeverzugsansprüche verliert."

(Quelle https://www.kanzlei-leising.de/alle-publikationen/arbeitsrecht/fallstricke-der-weiterbesch%C3%A4ftigung-gek%C3%BCndigter-arbeitnehmer)

 

 

Die Kündigung ... unwirksam, wenn ein alternativer Arbeitsplatz ... existiert.

Kündigung, betriebsbedingt | Existenz eines alternativen Arbeitsplatzes

Die Kündigung ist auch dann sozialwidrig, also unwirksam, wenn ein alternativer Arbeitsplatz in demselben Betrieb oder in einem anderen Betrieb desselben Unternehmens existiert. Ob er gleichwertig oder ungleichwertig ist, spielt keine Rolle.

Das Gesetz hebt ausdrücklich hervor, dass eine anderweitige Beschäftigungsmöglichkeit auch existieren kann bei geänderten Arbeitsbedingungen, wenn der Arbeitnehmer sein Einverständnis erklärt hat. Auch zumutbare Umschulungs- oder Fortbildungsmaßnahmen können eine anderweitige Beschäftigungsmöglichkeit eröffnen.

Dabei geht es also um einen nicht gleichwertigen Arbeitsplatz, den der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ggf. anbieten muss. Es versteht sich, dass damit nicht höhere Arbeitsplätze in der hierarchischen Ebene gemeint sind. Denn der Arbeitgeber ist bei Wegfall des bisherigen Arbeitsgebietes nicht gehalten, dem Arbeitnehmer zur Vermeidung einer Beendigungskündigung eine freie Beförderungsstelle anzubieten.

Er ist auch nicht verpflichtet, einem Arbeitnehmer eine Weiterbeschäftigung zu geänderten - günstigeren oder ungünstigeren - Bedingungen anzubieten, um für ihn durch Kündigung eines anderen Arbeitnehmers, mit dem der Gekündigte erst durch die Vertragsänderung vergleichbar wird, eine Beschäftigungsmöglichkeit zu schaffen.

Kündigung, betriebsbedingt | Alternative in Betrieb oder Unternehmen

In diesem Zusammenhang ist zunächst der räumliche Anwendungsbereich von Interesse. Während es bei den dringenden betrieblichen Gründen allein auf die Situation des Betriebes ankam, in dem der Arbeitnehmer beschäftigt ist, sind bei der Weiterbeschäftigungsmöglichkeit die Verhältnisse aller Betriebe des Unternehmens (nicht jedoch des Konzerns) maßgeblich.

Als Betrieb versteht man eine organisierte Einheit von persönlichen, sachlichen und immateriellen Mitteln zur Verfolgung eines von einem oder mehreren Arbeitgebern gemeinsam gesetzten technischen Zweckes. Demgegenüber verfolgt das Unternehmen als organisierte Einheit einen wirtschaftlichen unternehmerischen Zweck. Das Unternehmen ist der rechtliche Rahmen für (ggf. mehrere Betriebe) als arbeitstechnische Organisationseinheit.

Beispiel: Wird ein Arbeitnehmer eines Reinigungsunternehmens ausschließlich für eine Tätigkeit in einem konkret bezeichneten Projekt eingestellt, so ist eine Kündigung aus dringenden betrieblichen Erfordernissen bei Fortfall des betreffenden Reinigungsauftrags gleichwohl nicht gerechtfertigt, wenn der Arbeitnehmer auf einer anderen Einsatzstelle des Betriebs weiterbeschäftigt werden kann.

(Quelle https://www.ra-jannack.de/arbeitsrecht/betriebsbedingte-kuendigung/keine-anderweitige-beschaeftigungsmoeglichkeit/)