Holger BlumMarketingBegriffe
Begriff aus Werbung und Marketing

 

Alleinstellungsmerkmal

Das Alleinstellungsmerkmal bzw. herausragende Eigenschaft, veritabler Kundenvorteil (engl. unique selling proposition, USP) bezeichnet das Leistungsmerkmal, mit dem sich ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt. Die herausragende Eigenschaft eines Produkts oder einer Dienstleistung, mit der ein Vorteil gegenüber der Wettbewerb verbunden ist, kann z.B. begründet sein im Preis, in der Formgebung, in besonderen technologischen Eigenarten oder dem Service etc. Das Alleinstellungsmerkmal ist typischerweise die Grundlage einer Werbekampagne. Die Bereitstellung eines echten Alleinstellungsmerkmals stellt die zentrale Herausforderung für jeden Unternehmer dar, weil der Kunde ohne ein solches Merkmal keine Identifikation mit dem Produkt, der Leistung aufbauen kann, sondern darauf abzielen wird, das Angebot über den besten Preis zu erwerben. Für Anbieter, die eine so genannte Preisführerschaft anstreben (als Discounter), kann das Alleinstellungsmerkmal selbstverständlich darin liegen, der billigste Anbieter zu sein. Auch ein solcher Kundennutzen muss klar kommuniziert werden.

 

Claim (Abgrenzung von der Konkurrenz)

Der Claim soll aber gegenüber dem Slogan eher ein zentrales Versprechen oder das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens zum Endverbraucher transportieren; also synonym zur oben genannten, ursprünglichen Bedeutung "ein Grundstück abstecken" zur Abgrenzung von der Konkurrenz.

 

Benefit (Nutzen)

Als Consumer Benefit (engl.: Verbrauchervorteil) wird im Marketing der Teil eines Werbekonzeptes bezeichnet, der dem Kunden den Nutzen des Produktes erläutert. Das Consumer Benefit geht bewusst auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ein und hebt das beworbene Produkt durch den beschriebenen Nutzen von anderen Produkten der Wettbewerber ab. Dabei wird zwischen Grundnutzen und Zusatznutzen des Produkts unterschieden, bei gleichartigen Konkurrenzprodukten wird ein Schwerpunkt auf den Zusatznutzen gelegt.

 

Weblog od. Blog (digitales Tagebuch)

Ein Weblog (engl. Wortkreuzung aus Web und Log), häufig abgekürzt als Blog und gelegentlich auch als "Klowand des Internets" bezeichnet, ist ein digitales Tagebuch. Es wird am Computer geschrieben und im Internet veröffentlicht. Es ist also eine Website, die periodisch neue Einträge enthält. Ein Blog ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanke und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt.

Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als bloggen bezeichnet.

 

Copy (Fließtext)

In der Werbefachsprache bezeichnet Copy den Fließtext, der in Anzeigen, auf Postern, auf Flugblättern etc. unterhalb der Überschrift („Headline“) steht. Die Copy stellt einen Zusammenhang zwischen der in der Headline gemachten Aussage (gegebenenfalls in Verbindung mit dem Motiv) und den Eigenschaften des zu bewerbenden Produktes her. Imagebildende Copys dienen dazu, dem betreffenden Unternehmen ein bestimmtes Marketingprofil zu geben und die Vorzüge dieses Unternehmens herauszustellen. Grundsätzlich umfasst also die Copy drei Elemente: den Kundennutzen: rational und/oder emotional (Consumer-Benefit), die Glaubhaftmachung, Überzeugung (Reason-why) und die Gestaltung: informativ und/oder emotional (Tonality)

 

Konzept (erster Entwurf)

Das Konzept (v. lat.: concipere = erfassen, in sich aufnehmen) ist ein erster Entwurf.

 

Konzeptioner

Der Konzeptioner ist für die Erarbeitung von Entwürfen für Produkte und Dienstleistungen verantwortlich. Grundlage für die Arbeit der Konzeptioner ist eine genaue Kenntnis der Ansprüche, die an das Projekt gestellt werden. Nach den Wünschen und Anforderungen des Kunden fertigt der Konzeptioner einen ersten Entwurf für die Realisierung des Projektes an, wobei die Kunst darin besteht, möglichst alle Bedürfnisse des Kunden optimal an das zuvor kalkulierte Budget anzupassen. Für die Erarbeitung von Entwürfen brauchen Konzeptioner gestalterische und kreative Fertigkeiten, müssen aber auch die technischen Aspekte kennen, um zu wissen, was sich umsetzen lässt.  Hierfür müssen sie Webseiten und andere Produkte auf dem Markt genau analysieren und vergleichen.

 

Marke (Warenzeichen ® „TM“ „SM“)

Eine Marke – früher auch unter dem Begriff Warenzeichen bekannt – ist rechtlich ein besonderes Zeichen, das dazu dient, Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens von Produkten und Dienstleistungen anderer Unternehmen zu unterscheiden. Häufig werden Marken mit einem ® (wenn die Marke amtlich registriert, d.h. in einem zumindest nationalen Markenverzeichnis erfolgreich registriert wurde) oder „TM“ (trademark – für erfolgreich registrierte Marken im angloamerikanischen Sprachraum) gekennzeichnet. Eine Marke, die nicht zu einem Produkt sondern zu einem Dienst gehört, heißt Service Mark, Kennzeichen „SM“. Markenrechte sind ähnlich wie Patente und Urheberrechte geistiges Eigentum. Ursprünglich hervorgegangen ist der Begriff Marke aus dem mittelhochdeutsch Wort „marc“, das für „Grenze, Grenzland oder -linie“ steht und dem französischen Kaufmannsbegriff „marque“, was so viel bedeutet wie „auf einer Ware angebrachtes Zeichen“. Dem Markengesetz (MarkenG) zufolge versteht man unter einer Marke ein Zeichen, das dazu dient, Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens von denen anderer Unternehmen zu unterscheiden (Herkunftsfunktion). Daher umfasst eine Marke immer ein Zeichen und eine Sammlung von Waren oder Dienstleistungen, die durch das Zeichen von gleichen oder ähnlichen Waren oder Dienstleistungen anderer Unternehmen unterschieden werden können.

 

Materndienst (Themendienst)

Der Begriff „Materndienst“ (Mater lat. Mutter) bezeichnet den Service, druckfertige Beiträge PR Texte und Bilder fix und fertig zu produzieren und mittels eingespielter Logistik, als Druckvorlage, durch Datentransfer und auf CD-ROM, an bis zu 4.600 Titel, zu liefern bzw. verbreiten.

Materndienste haben sich zwischenzeitlich zum effizienten Marketingwerkzeug gemausert, welches PR Aktionen oder PR Kampagnen äußerst wirtschaftlich komplettiert. Sie tragen entscheidend dazu bei, die oft aufwändig erbrachten Vorleistungen (Entwicklung von Kommunikationsinhalten, z. B. abgestimmte Texte und Bilder) nicht nur zu verbreiten, sondern sicher innerhalb weniger Wochen über Veröffentlichungen (Medien-Resonanzgarantie) an bis zu 30 Mio. Verbraucher zu transportieren und mit relativ geringem Mehraufwand messbar deutlich mehr Wirksamkeit zu erreichen.

 

Motto (Leitgedanken)

Das Motto (von lat. = Murmeln, Grunzen) bezeichnet einen einprägsamen Spruch, einen Leitgedanken und die prägnante Formulierung von Zielen oder Ansprüchen seitens Unternehmen.

 

Slogan (einprägsamer Spruch)

Ein Slogan ist ein einprägsamer Spruch und soll in kompakter Form eine Aussage vermitteln und das Publikum schlagartig beeinflussen. Die Bezeichnung leitet sich vom schottisch-gälischen sluagh-ghairm (ausgesprochen slogoam) ab, was soviel wie Kriegsgeschrei oder Schlachtruf bedeutet.

 

Web 2.0

Web 2.0 – das ist ein Sammelbegriff für neuartige Geschäftsmodelle. Das Prinzip: Anwender generieren die Inhalte der Websites selbst. Längst handelt es sich um ein Massenphänomen: Moderne Software ermöglicht es Millionen von Usern, täglich im Rahmen von Blogs, Foren, Wikis und Sharing-Portalen beliebige Inhalte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Material für das aus User Generated Contents errichtete Gemeinschaftsnetz erscheint dabei nahezu unbegrenzt.

Für Unternehmen und die werbungtreibende Wirtschaft ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten.

(Quelle: www.kress.de/cont/seminar_web20.php?PHPSESSID=aee2722b2c8198afa72662f9e8118daa)

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